m
 

 

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Midge Ure und Billy Currie spielten am 2. Oktober 2008 anlässlich der Veröffentlichung der Remastered Definitive Edition von „Vienna“ eine akustische Version des Titelsongs in den Abbey Road Studios, welche vom britischen Sender Absolute Radio im Rahmen der Geoff Lloyd’s Hometime Show live gesendet wurde. Und das, nachdem beide über Jahre hinweg kaum dazu in der Lage waren, die Luft des gleichen Raumes zu atmen. Danach explodierte das Internet und die Foren rund um Ultravox schienen aufgrund unterschiedlichster Spekulationen geradezu überzulaufen. Dazu tauchten fast zeitgleich kleine Videoschnipsel im Internet auf, die unter anderem Midge Ure und Chris Cross zeigten, wie sie an „The Voice“ oder „Vienna“ arbeiteten oder auch nur Chris Cross, wie er den Bass-Lauf zu „Passing Strangers“ spielte. „Don’t ask me this question“, spricht er dabei abschließend in Richtung des (unbekannten) Kameramanns. Es stellte sich heraus, dass die vier Protagonisten anlässlich der Neuveröffentlichungen ihrer gemeinsamen Alben bereits vor dem gemeinsamen Radioauftritt von Billy und Midge Kontakt hatten. So entwickelte die Geschichte eine gewisse Eigendynamik, zumal in Chris O’Donnell, dem ehemaligen Manager der Band und mittlerweile bei Live Nation tätig, schon längst der Gedanke gereift war, dass die Zeit für eine Reunion gekommen war. Seiner Ansicht nach wäre es der optimale, wenn nicht gar letzte Zeitpunkt dafür. So sprach er die Bandmitglieder an und war vermutlich selbst überrascht, dass er keine Absage erhielt. Als nicht einmal zwei Monate später eine Tour in der Besetzung der erfolgreichen Ära zwischen 1979 und 1985 bestätigt wurde, schien tatsächlich die Hölle zuzufrieren. Denn laut Midge Ure würde eher das passieren, bevor es zu einer Reunion käme. Und das, ohne sich vorher persönlich getroffen, geschweige denn einen gemeinsamen Ton gespielt zu haben.

Allerdings waren nicht alle Fans bedingungslos begeistert und begegneten dieser Situation mit einer Spur Skepsis. Immerhin waren mehr als zwei Jahrzehnte vergangen und sie sahen der Möglichkeit ins Auge, dass der Mythos Ultravox angegriffen oder gar zerstört werden könnte. Dem gegenüber stand allerdings auch die Meinung, dass die Band aufgrund der unsäglichen Ereignisse rund um „U-Vox“ noch etwas zum Ende bringen müsste. Und dieser Standpunkt wurde von der Mehrzahl der Fans getragen. Die Band selbst sah es wohl ähnlich, denn die Bezeichnung der Tour als „Return To Eden“ hat offensichtlich etwas mit der Rückkehr zu einer Phase der eigenen Bandgeschichte zu tun, als man sich auf dem Höhepunkt des kreativen Schaffens wähnte. Vorher galt es aber logistische, technische und auch emotionale Probleme zu bewältigen. Denn bei aller Euphorie musste zunächst geklärt werden, ob die Narben der Vergangenheit, die damals zur Trennung von Warren und letztendlich zur Auflösung der Band geführt haben, geheilt sind und wie damit umgegangen werden würde. Außerdem waren Warren und insbesondere Chris, der als Psychotherapeut arbeitete, musikalisch nicht mehr aktiv. Es mussten Songs ausgewählt und auch geprobt werden, wobei aber die Technik der Gegenwart verwendet werden sollte, um auf den enormen Aufwand von damals verzichten zu können. Dabei durfte aber der Sound, welche das prägende Element der Band ist, auf keinen Fall verloren gehen.

Die Lösung waren virtuelle Instrumente, die mithilfe von Apple Notebooks und entsprechender Software rekonstruiert werden konnten. Jedes Bandmitglied hatte seine eigene mobile Station, wobei bei Aufruf des gewünschten Songs die Parameter über Logic entsprechend geladen werden konnten und sofort einsatzbereit waren. Ein Luxus im Vergleich zu früheren Zeiten, als es teilweise kein Midi zur Synchronisation gab und jeder Sound manuell eingestellt werden musste. Somit wurden nicht nur die Pausen zwischen den Songs erheblich verkürzt, sondern das Equipment reduzierte sich auf ein Minimum und der Soundcheck dauerte statt mehrerer maximal eine halbe Stunde. Billys prägendes Instrument, den ARP Odyssey, programmierte er mithilfe eines Keyboards der Firma Novation, was ihn viele Stunden an Arbeit kostete. Anfang 2009 kam dann der Punkt, den bisherigen Worten die entsprechenden Taten folgen zu lassen. Mit dem ersten Wiedersehen seit dem letzten gemeinsamen Auftritt bei Live Aid standen die Proben zur Tour an, die sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinziehen würden. Die ausgewählten Songs mussten wieder in Erinnerung gerufen werden und man musste sich mit der Technik vertraut machen. Und auch sämtliche Bedenken, ob die Ereignisse der Vergangenheit Auswirkungen auf die Zusammenarbeit und den Umgang miteinander haben würden, konnten endgültig über Bord geschmissen werden. Selbst Warren hegte trotz seiner besonderen Stellung in diesem Bild den Wunsch, mit der Band wieder den Sound zu kreieren, der Ultravox zu einer der besten Livebands überhaupt machte. Den anderen erging es nicht anders und der Geist früherer Tage schien kurz nach der Zusammenkunft so präsent, als wäre er nie weg gewesen. Während die Proben einschließlich Programmierung und technischer Abstimmung noch in London stattfanden, zog es die Band anschließend mitsamt der kompletten Crew für einige Tage in Richtung Nordwales, um dort unter Auftrittsbedingungen die Bühnenshow einschließlich Beschallung, Monitoring und Beleuchtung zu koordinieren. Trotz mehrfacher Möglichkeiten in London, entschied man sich dazu aus finanziellen und auch logistischen Gründen anders. Berenice Hardman, Tour-Managerin von Midge und zusammen mit Dave Claxton für die Beschallung vor und auf der Bühne zuständig, organisierte eine entsprechende Räumlichkeit in der Nähe ihres eigenen Wohnortes in Llandudno.

Angesichts der Tatsache, dass der erste Gig in Edinburgh stattfand, auch eine logistisch bessere Alternative, da die Hälfte des Weges in Richtung schottischer Hauptstadt bereits zurückgelegt wurde. Ungewohnt war für Billy, Warren und Chris dabei die Verwendung des In-Ear-Monitorings. Statt der Monitorboxen hatten sie lediglich Kopfhörer im Ohr, die für einen ausgewogenen und individuell angepassten Monitorsound sorgten. Um beim Spielen dennoch für das entsprechende Live-Feeling zu sorgen, wurden in das Publikum gerichtete Mikrofone am vorderen Rand der Bühne aufgebaut und dem Monitormix entsprechend zugeführt. Am 10. April 2009 startete die Tour in Edinburgh, welche zunächst auf Großbritannien beschränkt war. Und um in Sachen „Retro“ auch wirklich alles getan zu haben, bekam Ultravox bzw. das Tour-Management die Erlaubnis, auf den Konzertplakaten wieder das Design des originalen Plattencovers der „Rage In Eden“ zu verwenden. Viele Fans außerhalb des Vereinigten Königreichs waren sich nicht sicher, ob es noch andere Gelegenheiten geben würde, Ultravox sehen zu können. Darum pilgerten sie scharenweise auf die Insel und sorgten für multikulturell ausverkaufte Hallen. Und es gab weitere gute Nachrichten: Bis auf „Monument“ gibt es bisher keinen offiziellen Livemitschnitt. Und so wurde das Konzert im Londoner Roundhouse am 30. April 2009 dazu auserwählt, sowohl akustisch als auch visuell aufgezeichnet zu werden.

 

 

Moments From Eden

Während Ultravox sich anschickte, ein neues Album aufzunehmen, erschien am 2. Mai 2011 die EP „Moments From Eden“. Offensichtlich lag es auch weiterhin im Bemühen der Band das nachzuholen, was in den Achtzigern versäumt wurde. Darum enthielt „Moments From Eden“ genau die drei Songs, die der Setlist hinzugefügt wurden. Zusammen mit „Live At The Roundhouse“ wurde die Bühnenpräsenz zumindest akustisch komplettiert. Außerdem enthält die EP noch „Herr X“, also die deutsche Version von „Mr. X“, welche im Berliner Admiralspalast als Hommage an die deutschen Wurzeln der Band, die unter anderem bei „Neu!“, „Kraftwerk“ oder „La Düsseldorf“ liegen, aufgezeichnet wurde. Allerdings ist die Version auf „Moments From Eden“ nicht dem Konzert selbst entnommen, sondern dem vorherigen Soundcheck. Am Abend sang Warren dann doch wieder in Englisch. Das Design der EP von Rian Hughes, selbst bekennender Ultravox-Fan, hat seinen Ursprung auch in der politischen Kälte der Achtziger. Die Trennung Deutschlands durch die Mauer inspirierte ihn dazu, unter anderem Bilder Berlins als Grundlage für das Design zu verwenden. Dabei kommt dem Begriff Wiedervereinigung, als emotionaler Brückenschlag zu den Ereignissen rund um die Band, nirgendwo sonst auf der Welt eine größere Bedeutung zuteil als in der Hauptstadt Deutschlands. Ferner resümiert er, dass die Songs während der Hochphase des Kalten Krieges entstanden sind und lässt diese Stimmung sowohl farblich als auch bildlich einfließen.

Im Booklet werden den avantgardistisch anmutenden Bildern Auszüge der entsprechenden Songtexte zugefügt. Bei den römischen Zahlen (1980 und 1981), die auf dem Cover zu finden sind, hat Hughes sich allerdings vertan. Diese sollten eigentlich die Erscheinungsjahre der Songs dokumentieren. Das „White China“ und „Love’s Great Adventure“ aus dem Jahr 1984 sind, wurde ihm erst später bewusst. Bei seinem Design für „Mr. X“ auf der Rückseite des Covers scheint sich dabei ein Kreis zu schließen, da er sich dabei an den Grafiken zu den gleichnamigen Vortex-Comics von Dean Motter und Paul Rivoche orientiert, die Anfang der Achtziger erschienen waren.

Erstaunlich deshalb, weil sich Motter selbst von dem Song „Mr. X“ von Ultravox zur Erstellung des Comics inspirieren ließen. Als Reminiszenz an das vor dreißig Jahren erschienene Album „Rage In Eden“, hat ‚der‘ Mr. X auf Hughes Version das Pferdelogo auf dem Revers seiner Jacke. Für Hughes selbst war es eine Ehre, für „New Europeans“, seinem eigenen Lieblingssong der Band, ein Cover entwerfen zu dürfen. Der Fehler, dass in der linken Textbox München statt Berlin als Ort der Aufnahme angegeben ist, fiel den Fans zwar sofort auf; wurde aber als weniger tragisch angesehen. Zunächst war geplant, die EP auch nur als 10“-Version in rotem Vinyl herauszubringen. Doch wurde nachträglich entschieden, dem Package auch noch die passende Version als CD beizufügen. Insgesamt ein Stück Ultravox, dass von der Qualität her aufgrund des Klappcovers mit strukturiertem Druck, dem beigefügtem Booklet, dem roten Vinyl und dem musikalischen Inhalt selbst in jede Sammlung gehört. Ob gewollt oder nicht, es bringt die Achtziger ein Stück weit wieder zurück. Oder uns zurück in die Achtziger. Kommt auf den Blickwinkel an.

 

 

Brilliant Beginnings (DVD)

Ultravox, während sie über die Struktur neuer Songs diskutieren? Ultravox im Studio, wie neue Songs aufgenommen werden? Ultravox während der Proben? Ultravox Backstage on Tour? Ultravox mit Einblick in das persönliche und private Seelenleben? Undenkbar. Undenkbar? In den Achtzigern schon. Das Leben hinter der Musik war ein gut gehütetes Geheimnis. Ultravox verschaffte sich durch den Vorhang des Schweigens den Status der Unnahbarkeit, was ihnen gleichzeitig auch den Vorwurf der Arroganz einbrachte. Berichte in Zeitschriften und Fernsehauftritte wurden durch die Fans wie Heiligtümer verehrt und den Sammlungen hinzugefügt. Bildmaterial außerhalb des öffentlichen Lebens gab es nur selten in Form von einigen Fotos, die während der Produktionsphasen der Alben oder während der Tourneen gemacht wurden. Ultravox legte sehr großen Wert darauf, das erlangte, schon fast mystisch anmutende Image aufrecht zu erhalten. Erst viele Jahre nach Auflösung der Band ließen Midge Ure durch seine Biographie und Billy Currie durch wortgewaltige Interviews den Vorhang fallen und gewährten Einblick in das Mysterium Ultravox. Es mag nicht das vollkommene Klischee von Sex, Drugs & Rock’n Roll gewesen sein, das die Welt hinter dem Rampenlicht prägte. Doch Sex & Alkohol waren mitunter durchaus Bestandteil des damaligen Tagesablaufs. Dazu kommt, dass vier Charaktere Probleme hatten, ihr Ego zugunsten eines gemeinsamen Zieles hinten anzustellen.

Demnach ist der Grad der Zurückhaltung und die Limitierung der Einblicke in das Bandleben der damaligen Zeit durchaus nachvollziehbar. Und noch Mitte des letzten Jahrzehnts schienen die Gräben zwischen den Mitgliedern unüberbrückbar. Was ist passiert? Läuterung? Weisheit? Imagewandel? Oder einfach nur der Wunsch, auf weitere Fassaden-Spiele zu verzichten. Bereits mit „Building Eden“ machte Ultravox alles anders als früher. Von Anfang an haben sie sich dazu entschlossen, die Fans mit einzubeziehen. Wie oft träumten die davon, dass sich alle Vier wieder im gleichen Raum aufhalten, um neuerlich gemeinsam Musik zu machen. Und genau diesen Augenblick schenkte Ultravox den Fans. Dazu gewährten sie noch viele andere Einblicke und ließen die Fans an magische Momente teilhaben, was an sich schon als historisches Ereignis bezeichnet werden kann. Und was mit „Building Eden“ begann, findet in „Brilliant Beginnings“ seine Fortsetzung.

Für Fans der Band, die Jahrzehnte von den Relikten der Vergangenheit zehrten, sorgen die jetzt gewährten Einblicke für kollektive Reizüberflutung: Interviews, Proben, Sight-Seeing, Backstage-Romantik, Studio-Alltag, Song Writing, Touring, Vertragsverhandlungen und vieles mehr. „Brilliant Beginnings“ ist ein Dokument, welches beim Fan keine Wünsche offen lässt. Dazu der Ausblick, dass im Sommer 2013 ein weiteres Konzertvideo zu Brilliant-Tour veröffentlich wird. Somit reift bei den Fans die Hoffnung, dass darauf die im Mai 2011 endende Geschichte von „Brilliant Beginnings“ zu Ende erzählt wird. Und weitere Kapitel hinzugefügt werden.

 

 

Brilliant

Schon während der beiden Reunion-Touren kam die Frage auf, ob es denn auch ein neues Album sei etwas völlig anderes, als zusammen auf Tour zu gehen, um die alten Songs zu spielen. Er sprach dabei allerdings nicht für sich selbst, sondern im Namen der Band. Dennoch stand es so unter anderem auch im Tourbook zur „Return To Eden 2“ -Tour. Und das ärgerte Billy. Er war seit Beginn der Reunion von der Idee angetan, gemeinsam wieder Musik zu machen. Und mit fortschreitender Zeit war ein neues Album der Band aus seiner Sicht schon längst nicht mehr die Frage, ob es passieren würde, sondern wann. Abgesehen von der vielen Arbeit und den emotionalen Hürden, die genommen werden mussten, hatte er Spaß daran, erneut mit Ultravox unterwegs zu sein. Und er konnte sich durchaus schon viel früher damit anfreunden, wieder ein gemeinsames Album zu machen. Anfangs hatte zwar auch er Bedenken, wie es denn im Kollektiv wieder klappen würde. Doch schon gegen Ende der „Return To Eden“ -Tour verflog diese Skepsis und er stellte erleichtert fest, dass es sowohl emotional als auch musikalisch funktionierte. Auch für Warren stand, kurz nachdem sie wieder zusammen spielten, fest, dass er mehr machen wollte als nur „Return To Eden“. Chris hingegen stand der Sache zunächst ebenfalls eher distanziert gegenüber. Doch die Meinungen von ihm und Midge änderten sich im Verlaufe der weiteren Zusammenarbeit und als die deutsche Plattenfirma Universal anfragte und einen Plattendeal für ein neues Album anbot, waren auch sie davon überzeugt, dass die Arbeit an neuen Stücken durchaus Sinn machen könnte. Allerdings behielt man diese Möglichkeit zunächst unter Verschluss und fern der Öffentlichkeit, um im Falle eines Scheiterns nicht in Erklärungsnot zu geraten. Als Ort für die anstehenden Arbeiten schlug Midge seine Blockhütte in der kanadischen Einsamkeit vor. Dort schlossen sich Billy, Chris und Midge musikalisch unbefangen ab Anfang September 2010 für einige Zeit ein, um mit den notwendigsten Instrumenten, technisch aber sehr anspruchsvollem Equipment, mit dem Schreiben neuer Songs zu beginnen. Erst vor Ort stellte sich dann heraus, dass es sich nicht nur um ein „Brainstorming“ handelte, sondern bereits um den Aufnahmeprozess. Dabei bekam jeder sein eigenes Zimmer und seinen eigenen Notebook. Ein viertes Notebook diente als zentrales Medium, mit dem die erarbeiteten Ideen zusammengeführt wurden.

Somit waren sie in der Lage, ohne externe Hilfe nicht nur zu komponieren, sondern die Ergebnisse auch gleich in einer Qualität aufzunehmen, die dem Standard und dem Anspruch einer modernen Musikproduktion entsprachen. Erstaunlich war allerdings, dass ausgerechnet Warren als Kanadier nicht mit dabei war. Er musste aufgrund beruflicher Verpflichtungen in Los Angeles verweilen, blieb aber per Internet über die Entwicklung auf dem Laufenden, um sich vor Ort seine Gedanken hinsichtlich der in der Folge einzuspielenden Drums zu machen. Bevor man sich der Aufgabe eines neuen Albums stellte, wurde über den Sachverhalt seiner Abwesenheit gesprochen. Und offensichtlich konnte man sich mit einer derartigen Arbeitsweise arrangieren, was bestätigt, dass dieses Arrangement tatsächlich einen logistischen und keinen emotionalen Ursprung hat. Warren selbst bedauerte es, beim Prozess des Song-Writings nicht mit dabei gewesen zu sein. Die restlichen drei Bandmitglieder stellten sehr zügig fest, dass die Bedenken hinsichtlich der neuen Zusammenarbeit unbegründet waren. Bei früheren Produktionen gerieten insbesondere Midge und Billy aneinander. Doch letztendlich war alle Angst umsonst, weil der Druck, ein Album fertig stellen zu müssen, nicht da war. Im schlimmsten Fall wäre nichts passiert und die Aufnahmen hätten nie den Weg an die Öffentlichkeit gefunden. Doch es harmonierte und man komponierte nicht nur zusammen, sondern lebte zeitgleich wie in einer Wohngemeinschaft, in der sie nicht nur an der Musik arbeiteten, sondern sich auch selbst verpflegten. Eine Erfahrung, von der sie vorher nicht geglaubt hätten, dass sie funktionieren würde. Die Nutzung der neuen Technik öffnete neue Türen in Sachen Song-Writing und auch sonst hat man aus der Vergangenheit gelernt, wodurch die gemeinsame Arbeit in gegenseitigem Respekt und im entsprechenden Umgang miteinander mündete. Die Chemie stimmte sowohl musikalisch als auch emotional und Differenzen wurden diplomatisch gelöst und mündeten nicht wie früher im Streit. Da mag es hilfreich gewesen sein, dass Chris Cross in den vergangenen Jahren im Bereich der Psychologie tätig und somit in der Lage war, aufkommende Unstimmigkeiten entsprechend abzuwenden. Im Allgemeinen beschreibt die Band die neuerliche Zusammenarbeit als harmonisch und erfrischend, ohne dabei die Hektik früherer Produktionen aufkommen zu lassen. Für die Arbeit am neuen Album unterbrach Billy die Arbeit an seinem Soloalbum. Er überlegte zuvor, ob er Ideen, die er dafür verwenden wollte, bei Ultravox einbringen sollte. Doch davon löste er sich wieder und so gingen sie bildlich gesehen mit einem weißen Blatt Papier in Midges Haus, um von Grund auf neue Songs zu schreiben. Abgesehen davon war es für alle - insbesondere aber für Billy - eine neue Erfahrung, mitunter auch schon mit Texten arbeiten zu können. Zwar war auch jetzt die Musik zuerst da, aber Midge war offensichtlich so inspiriert, dass er schon zur Phase des Song-Writings textliche Ideen einbringen konnte. Eine Erfahrung, die Billy als sehr angenehm ansah.

Als erster Song wurde „Hello“ geschrieben. Laut Ansicht der Band selbst noch nicht das Maß aller Dinge, doch der Wegweiser für das, was noch kommt. Dabei wurde erst gar nicht versucht, sich selbst zu kopieren, um etwaigen Vergleichen mit früheren Werken standhalten zu können. Im Januar 2011 kündigte Billy auf seiner Website bereits die Zusammenarbeit mit Universal hinsichtlich der Veröffentlichung eines neuen Ultravox-Albums an. Man habe seit dem letzten Herbst genug Material dafür erarbeitet, welches nahezu fertig sei. Er bestätigte erneut, dass die Touren anlässlich des 30jährigen Jubiläums dafür Sorge trugen, dass sie diese tolle Zeit nicht so einfach enden lassen wollten. Dieses Gefühl der Zufriedenheit, wieder auf der Bühne stehend in die vertrauten Gesichter zu blicken, während die gemeinsam geschriebenen Songs gespielt wurden, sollte in die Gegenwart transferiert werden. Und als man sich hinsetzte und versuchte neue Songs zu schreiben, klappte es einfach. Es war kein Album, das gemacht werden musste, sondern gemacht werden wollte. Allerdings entwickelte sich die Geschichte mit Universal anders als erwartet. Universal wollte eine völlig andere Richtung einschlagen, als es den Vorstellungen der Band entsprach und mischte sich soweit ein, dass man durch die Zusammenarbeit mit diversen Produzenten andere Ergebnisse erzielen wollte. Wie schon früher, konnte dem Wunsch nach Demobändern nicht entsprochen werden, weil es sich bei den Aufnahmen bereits um Master-Aufnahmen handelte. Der Gedanke, dass externe Songwriter hinzugezogen werden sollten, ließ die bisherige Skepsis hinsichtlich der Ansichten Universals weiter reifen. Selbst auf die Gefahr hin, dass die bisherige Arbeit nie an die Öffentlichkeit kommen würde, distanzierte sich Ultravox von Universal. Stattdessen nutzten sie die Gelegenheit und entwickelten die Songs in die für sie richtige Richtung. Man vertraute drauf, dass sich andere Wege finden würden, denn Ultravox selbst war von den neuen Kompositionen überzeugt. Nach Fertigstellung des Großteils der grundlegenden Aufnahmen, traf man sich mit Warren in Los Angeles, damit er dort mit Tom Weir bei Studio City Sound die noch fehlenden Drum-Spuren einspielen konnte. Anschließend kehrte jeder nach Hause zurück, um in Eigenarbeit noch an den Aufnahmen zu feilen.

Diese Arbeitsweise wäre zu früheren Zeiten undenkbar gewesen, doch dank des Einsatzes digitaler Medien und der entsprechenden Software mit virtuellen Instrumenten war es möglich, die jeweiligen Spuren später wieder zusammenzuführen. Natürlich wurde dennoch auf die klassischen Instrumente wie Gitarre, Schlagzeug, Bass und Billys Streichinstrumente zurückgegriffen. Und auch wenn sein ARP Odyssey zuletzt auf der Bühne simuliert wurde, so kam er jetzt im Studio „ich echt“ zum Einsatz. Allerdings musste das Instrument, welches tatsächlich das Gerät aus den Siebziger Jahren war, technisch überholt und vor allem gestimmt werden. Pete Wood, ein alter Freund von Billy aus Huddersfield und teilweise auch für Ultravox tätig, übernahm diese Aufgabe. Aber so ganz im Alleingang, wie es früher mitunter bei Ultravox der Fall war, wollte man das neue Album dann doch nicht zum Abschluss bringen. Darum wurde als Produzent Steven Lipson, der unter anderem schon mit Frankie Goes To Hollywood, Propaganda, Grace Jones und Annie Lennox gearbeitet hat, auserwählt, der Musik in den Sarm Studios und den Battery Studios den entscheidenden Schliff zu geben und dem Album Struktur zu verleihen. Eine Entscheidung, die rückwirkend betrachtet von der Band als sehr gut angesehen wurde. Insbesondere, weil sich Lipson nicht davor scheute, die Wahrheit zu sagen, falls seiner Ansicht nach etwas nicht stimmig war oder schlichtweg nicht passte. Mitunter forderte er die Musiker auf, Passagen zu überarbeiten oder gar neu einzuspielen, wie es unter anderem bei „Hello“ und „Remembering“ der Fall war. Midge sah in Lipson zwischenzeitlich sogar ein fünftes Bandmitglied und Billy war von seiner Energie angetan sowie von seiner unermüdlichen Hingabe für die Bearbeitung der Drums und des synthetischen Basses. Er war im Grunde auch dafür verantwortlich, dass während dieser Phase mit „Brilliant“ und „Satellite“ noch zwei weitere Stücke den Weg auf das Album fanden. Die Band wähnte sich zuvor mit zehn fertigen Stücken eigentlich schon am Ende der Arbeit. Als es dann aber darum ging, die Songs in die richtige Reihenfolge zu bringen, brachte Lipson ein, dass zwei schnelle Up-Tempo-Nummern dafür sorgen würden, dass das Album wesentlich ausgeglichener klingen würde. Auch in diesem Bereich begab sich Ultravox auf neues Terrain.

Denn mit der Mentalität der Achtziger wäre nicht daran zu denken gewesen, dass sich die Band in das musikalische Konzept hätte reinreden lassen. Die Band war eine eigene Welt und Informationen, die Änderungsvorschläge beinhalteten, prallten bereits am Charisma ab. Selbst frühere Produzenten wie Conny Plank und George Martin hatten allenfalls unterstützende Funktion. Doch die Position von Steven Lipson war anders. Er komponierte zwar nicht mit, doch wurde seine weisungsbefugte Rolle als temporäres Bandmitglied anerkannt. Zu diesem Zeitpunkt bewegte man sich mit der gesamte Produktion auf der Suche nach einem Label noch in einer Art Schwebezustand. Chris O’Donnell stand sogar immer noch mit Universal in Verbindung, was aber zu keinem neuen Ergebnis führte. Man empfand diese Situation als befremdlich, weil früher ein fertiges Produkt lediglich bei der Plattenfirma zur Veröffentlichung abgegeben wurde. Jetzt hatte man auf der einen Seite noch kein Label und auf der anderen Seite konfrontierten Produzent und Manager Chris O’Donnell die Band mit der Ansicht, dass das Album entgegen der Meinung der Band selbst doch noch nicht fertig sei. Eine ungewohnte Entwicklung, mit der sich Ultravox aber auseinandersetzen musste und nach Überwindung eines gewissen Ärgers und Frustes auch tat. Songs wie „Remembering“ wurden überarbeitet und Billy Currie brachte Basiselemente für neue Songs ein, aus denen sich „Brillant“ und „Satellite“ entwickelten. Kurioserweise steht „Brillant“ dabei für genau diese Ultravox- DNA, weil der Song durch den Austausch von Strophen- und Instrumentalteilen zu dem wurde, wie er sich auf dem Album präsentiert. Dabei waren es Chris und Midge, die Billys Idee in eine andere Reihenfolge brachten. Allerdings war diese Phase wohl auch die schwerste im Entstehungszyklus des Albums, weil sich die Dinge für eine Band wie Ultravox sehr ungewöhnlich entwickelten. Somit ist auch zu erklären, warum sich die Fertigstellung des Albums so lange hinzog. Doch die Einschätzung, dass sich neue Wege zur Veröffentlichung finden würden, erwies sich letztendlich auch als richtig. EMI war bereits für die Neuveröffentlichungen der alten Alben verantwortlich und legte somit überhaupt den Grundstein zur Wiedervereinigung. Außerdem hatte EMI seinerzeit Chrysalis übernommen und aus einer Art der Verbundenheit entschied sich Ultravox, den weiteren Weg gemeinsam zu gehen. Und das, obwohl es auch diesem Giganten der Plattenindustrie alles andere als gut ging. Doch letztendlich wurde man sich einig und im Frühling 2012 konnte das Datum der Veröffentlichung bekanntgegeben werden.

Natürlich kursierten - seit bekannt war, dass es ein neues Album geben wird – unglaubliche Gerüchte rund um das, was da entsteht. Wie wird es heißen? Wie sieht es aus? So lautete ein potenzieller Name „End Of The Odyssey“ in Anlehnung daran, dass die Irrfahrt der Band doch noch ein Happy End bekommt. Doch es kommt anders und der Titel des Albums lautet „Brilliant“. Die Uraufführung des gleichnamigen Titelsongs fand am 17. April 2012 bei Ken Bruce auf BBC2 Radio statt und die Resonanz war überwiegend gut bis sehr gut. Einige sahen sich bestätigt, dass er wie erwartet nicht so klang, wie es hätte sein müssen, um dem Namen Ultravox gerecht zu werden. Doch der Großteil der Hörer und Fans sahen die Reise der Band als vollendet an. Die Odyssey hatte, obwohl das Album nicht so heißt, ein Ende gefunden. Nicht wenige fragen sich sofort, ob der Titel etwas mit maßloser Selbstüberschätzung zu tun hat. Doch relativiert sich diese Thematik, nachdem am 24. April auch das dazugehörige Cover veröffentlicht wurde. Allerdings musste Midge in diversen Interviews schon deutlich darauf hinweisen, wie das Design - der ausgestanzte Name auf einer Schriftrolle - zu verstehen ist.

Verantwortlich zeigte sich dafür Darren Evans und die zunächst interpretierte Anmaßung entpuppt sich nach näherer Untersuchung in Richtung tiefgründiger Kritik. Denn die marmorierte Schriftrolle formiert sich zu einem Fragezeichen, welches die „Brillanz“, die der reine Titel des Albums primär suggeriert, hintergründig zum Nachdenken über die Entwicklung der Musikindustrie anregen soll. Darum ist die Wahl des Titeltracks als erste Single im Kontext mit dem Cover auch kein Zufall, da der Text von der angeblich heilen Welt des Musikgeschäftes mit der Kehrseite des Ruhms handelt. In diesem Zusammenhang ist vermutlich auch das zweite „I“ im Albumtitel zu sehen, da es auf dem Kopf stehend einem Ausrufezeichen ähnelt. Die persönliche Note im Design des Bandnamen ergibt der dünne, leicht schräg verlaufende Querstrich beim Buchstaben „A“. Auffällig ist außerdem, dass einschließlich des Titelsongs alle Songs aus nur einem Wort bestehen. Das war nicht von Beginn an so geplant und eher Zufall. So wurde nachträglich das „The“ bei „Change“ und „Remembering“ entfernt, nachdem die halbkreisförmige Anordnung der Songtitel zur Anwendung gekommen ist. Am 25. Mai 2012 war es soweit und das Warten hatte nach achtundzwanzig Jahren ein Ende. Ein Ende, auf das nur vier Jahre vorher niemand einen Pfifferling gesetzt hätte. Die Single, welche eigentlich keine war, da sie nur als Download zu bekommen war, erreichte keine Chartplatzierung. Das Album hingegen stieg in den britischen Charts am 9. Juni auf Platz 21 und in den deutschen Charts auf Platz 27. Im Vergleich zu früheren Platzierung natürlich wesentlich schlechter, doch zeigte sich Chris Cross darüber verwundert, dass es das Album überhaupt so weit nach oben schaffte. Ultravox selbst wurde auch nicht müde zu erklären, dass es ihnen in erster Linie nicht um den kommerziellen Erfolg, sondern um die musikalische Identität und Selbstverwirklichung ging. Wäre diese Aussage zwischen 1979 und 1986 getätigt worden, hätten berechtigte Zweifel an der Glaubwürdigkeit daran aufkommen können. In der Gegenwart darf diesem Standpunkt jedoch ein hohes Maß an Integrität zugesprochen werden. Dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es diese Kombination der Fähigkeiten von vier Individualisten ist, die im Kollektiv etwas schaffen, wozu jeder alleine nicht fähig ist. Nur Billy Currie, Warren Cann, Midge Ure und Chris Cross können diese DNA bilden, um den prägenden Sound von Ultravox zu erschaffen. Und dabei wurde wieder mal bewiesen, dass die Summe des Ganzen größer als die Summe des Einzelnen ist. Der Grat zwischen musikalischer Gegenwart und altbewährten, wie dem für den Sound von Ultravox typischen ARP Odyssey und Billys wieder ausgiebig verwendeter Geige, wurde gesucht und auch gefunden.

Die Symbiose zwischen Vergangenheit und aktueller Frische, um sich dem Vergleich mit Band wie The Killers oder auch Muse stellen zu können. Jede Band behauptet dabei immer, dass das neueste Album auch das beste Album sei. Auch bei „Brilliant“ ist das nicht anders. Allerdings unter dem Aspekt, dass es vielleicht kommerziell gesehen nicht das erfolgreichste Werk ist, dafür aber emotional betrachtet. Und dass ist das entscheidende Kriterium der Band; „Brilliant“ diesen Status zuzusprechen. Textlich ordnet Midge die Entwicklung anders ein als früher. Damals seien seine Texte inhaltlich unpräzise gewesen und er benutzte Worte eher wie einen Energiefluss. Es konnte viel hinein interpretiert werden, ohne dabei eine spezielle Geschichte zu erzählen. Bei „Brilliant“ sei das etwas anders, da in den vielen Jahren neue Erfahrungen gemacht wurden. Insbesondere durch die Trennung von Warren und die Bandauflösung in einem anderen Licht als der damaligen Meinung zu sehen. „Change“ könnte der Titel sein, die eigene Bandvergangenheit zu verarbeiten. Oder „Remembering“ als Dokument der Vergänglichkeit, da nichts für immer bleibt, doch die Erinnerung an die Vergangenheit diese lebendig erhält. „Contact“ spielt auf die zunehmende Vereinsamung durch die neuen Median an.

Demnach darf das Album durchaus als eine Art Tagebuch betrachtet werden. Auch bei den Texten hat Chris‘ psychologischer Hintergrund mit seinen Erfahrungen beim Umgang mit Menschen und deren Reaktionen auf bestimmte Ereignisse und Situationen Einfluss genommen. Die Frage, warum es zu „Brilliant“ kein Video gibt, bleibt weitestgehend unbeantwortet. Visuelles Airplay hätte den Verkaufszahlen von Single und Album sicher gut getan und vielleicht auch dafür gesorgt, dass „Brilliant“ nicht schon nach einer Woche wieder aus den Charts geflogen wäre. Allerdings war der Band klar, dass sie selbst als Akteure nicht darin würden auftreten wollten. Abgesehen von den kurzen Live-Einblendungen, haben sie ähnliches bei „Visions In Blue“ bereits gemacht. Vermutlich wurde aus einer Kombination von Kosten und Zögern auf die Produktion eines Videos gänzlich verzichtet.

„In den Achtzigern gehörten Bootlegs auf Kassette zu den Heiligtümern jeder Ultravox-Sammlung. Und wer sogar die ‚Echoes Of Pleasure’ und die ‚Live In Rimini 1981’ auf Vinyl hatte, konnte sich glücklich schätzen. Denn offizielle Live-Aufnahmen wurden nur sporadisch als B-Seite veröffentlicht. Die erste offizielle Live-CD war ‚Monument’, die aber auch lediglich fünf Live-Songs enthielt. Wer sich in den Neunzigern mit der Einführung der Home-Computer nicht schon selbst seine eigenen Zusammenstellungen auf Compact Disc gebrannt hatte, wurde dann zumindest mit Veröffentlichungen wie ‚Ultravox Rare 1+2’ sowie ‚Ultravox In Concert’ befriedigt.

Im neuen Jahrtausend öffneten dann endlich die Archive in Form der EMI Re-Releases. Darunter befand sich auch bisher unveröffentlichtes Live-Material. Und seit der Reunion ist Ultravox alles andere als in den Achtzigern stehengeblieben. Zwar hätte dem neuen Album und der Tour ein bisschen mehr Werbung gut getan. Doch in Sachen Fanarbeit lassen sie keine Wünsche offen. Das Highlight unter den vielen Merchandise-Artikeln ist mit Beginn der Deutschland-Tour die Live CD ‚Ultravox Live 2012’, einem Mitschnitt des Konzertes im Londoner Hammersmith kurz zuvor. Das wäre früher undenkbarer gewesen.

So ist es aber einfach fantastisch, erst das Konzert besucht zu haben, um es dann auf dem Weg nach Hause bereits in bester Qualität schon Revue passieren lassen zu können. Ultravox hat zweifelsfrei erkannt, dass die Fans ein immenses Nachholbedürfnis auf allen Ebenen haben.